Internationale Umgehungsklausel

Eine internationale Klausel zur Umgehung bei einigen grenzüberschreitenden Transaktionen soll dänische Interessen beschützen.

Das dänische Parlament (Folketinget) hat eine internationale Klausel zur Umgehung bei einigen grenzüberschreitenden Transaktionen zugestimmt. Diese Umgehungsklausel gilt in den folgenden Bereichen im dänischen Steuerrecht:

– Mutter-/ Tochtergesellschaftsdirektive
– Zins-/ und Royaltydirektive
– Fusionssteuerdirektive
– Doppeltbesteuerungsabkommen mit Dänemark

Die Umgehungsklausel soll verhindern, dass die oben erwähnten Bereiche missbraucht werden, um eine Besteuerung im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Transaktionen und Veranstaltungen zu umgehen.

Laut der Umgehungsklausel ist von einer Umgehung die Rede, wenn eine oder mehrere Veranstaltungen, die nicht reell sind, und wo der Hauptzweck oder Teilzweck ist, ein Steuervorteil zu verschaffen, gegen die Zwecken der Direktiven zur Reduzierung von internationaler Doppeltbesteuerung geht, und sogar eine doppelte Nicht-Besteuerung herbeiführt. Wenn dies der Fall ist, werden die Vorteile, die normalerweise von den Doppelbesteuerungsabkommen und den drei Direktiven folgen, verweigert. Dadurch würde eine normalerweise steuerfreie Transaktion steuerpflichtig werden.

Diese Klausel hat nur Wirkung bei grenzüberschreitenden Transaktionen in den erwähnten Bereichen, und gilt somit nicht im generellen nationalen dänischen Recht, da es kein Gesetz für die internen dänischen Transaktionen gibt.

Die Umgehungsklausel gilt für Transaktionen, die ab dem 1. Mai 2015 durchgeführt wurden.