Wenn ein ausländisches Unternehmen in Dänemark einen Vertreter beschäftigt, kann eine steuerliche Betriebsstätte entstehen.

Laut dem Modelabkommen der OECD können Unternehmen, wo ein Teil ihrer Arbeit in einem anderen Land ausgeübt wird, in diesem Land für diesen Teil des Einkommens besteuert werden.

Der Begriff der festen Betriebsstätte ist im Artikel 5 des Modelabkommens beschrieben.

Ein Unternehmen kann normalerweise in zwei Fällen eine steuerliche feste Betriebsstätte bekommen: Wenn das Unternehmen eine Betriebsstätte im Land einrichtet (Büro, Verkaufsstelle o.ä.), oder wenn ein Vertreter eingestellt wird, der im Land auf eigene Hand handeln kann. Diese Regel wird die Agenten-regel genannt.

Wenn ein entsandter Mitarbeiter, oder ein Mitarbeiter der vor Ort angestellt wird, auf eigene Hand Verträge abschliessen kann, müssen die ausländischen Unternehmen darauf Aufmerksam sein, dass eine feste Betriebsstätte entstehen kann, und das Einkommen aus dem Teil dann in diesem Land steuerpflichtig ist.

Die Berufsbezeichnung ist hier unwichtig. Die Steuerbehörden sehen nicht auf die Bezeichnung (Makler, Vertreter, Bevollmächtigter o.ä.). Hier ist es nur wichtig, ob der Mitarbeiter durch seine Angehörigkeit, selber Veträge vor Ort abschließen kann. Falls der Mitarbeiter keine Vollmacht hat, auf eigene Hand Verträge abzuschließen, sondern nur ein Kontaktvermittler des Unternehmens ist, besteht die Möglichkeit, dass keine feste Betriebsstätte entsteht.

Da die Regeln auf diesem Gebiet nicht immer schwarz/weiß dargestellt werden, schlagen wir vor, dass Sie immer mit einem Prüfer diesbezüglich sprechen.